Löwenstark

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Löwenzahn
(Taraxatum officinale)
Korbblütler

Nomen est omen…  auf diese Pflanze trifft die oftmals verwendete lateinische Redensart punktgenau zu. Schon im zeitigen Frühjahr, wenn die letzten Schneefleckerl dahin geschmolzen sind, kämpfen sich die frischen,  jungen Blätter „löwenstark“ aus dem noch festen Erdreich. Ausgesprochen anspruchslos wächst der Löwenzahn praktisch überall, wo sich seine Samen fallschirmartig niederlassen. Wer kennt nicht das tapfere Pflänzchen, das sich aus der kleinsten Asphaltritze emporarbeitet. Überdies ist der Löwenzahn äußerst zäh und widerstandsfähig, noch sooft kann ein Traktor über das Pflänzchen tuckern, es lässt sich nicht erdrücken, der Löwenzahn wird sich immer wieder aufrichten. Stark, anspruchslos, zäh und widerstandsfähig, genau diese Eigenschaften sind es, die uns der Löwenzahn weitergeben kann.

Die  Wiesen, sonnengelb, übersät mit einer Löwenzahnblüte neben der anderen, sind für mich jedes Jahr aufs Neue ein ganz wunderbarer Anblick. Obwohl  natürlich klar ist, dass diese so übervollen Löwenzahnwiesen kein Zustand sind, den die Natur ohne unser Zutun hervorzaubert. Vielmehr sind gedüngte Fettwiesen die Grundlage für diese Blütenmeere und für solch fröhliches Strahlen.

WAS und WANN sammeln wir?
Verwendet wird das ganze Kraut, von der Wurzel, die im zeitigen Frühjahr, oder noch besser im Herbst gesammelt wird, über die Blätter, bis hin zu den Blüten und Knospen (Sammelzeit März-Mai).

Wichtige INHALTSSTOFFE
Vitamine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Mineralien (besonders reich an Kalzium)

Für mich Immer wieder besonders interessant ist der Vergleich der Inhaltsstoffe von Wildgemüse mit Kulturgemüse. So kann Löwenzahn im Schnitt 115 mg Vitamin C (pro100g essbarem Pflanzenanteil) aufweisen, Kopfsalat 13 mg und Vogerlsalat 35 mg ( pro 100g essbarem Pflanzenanteil)…wenn das nicht überzeugend ist!

Der Löwenzahn in der NATURHEILKUNDE
Löwenzahn wirkt  appetitanregend, blutreinigend und harntreibend. Dies macht ihn zu einer hochgeschätzten Entgiftungspflanze und einem idealen Begleiter zur Ausleitung von Schlacken, Umweltgiften und Medikamentenrückständen (z.B. nach einer Antibiotikabehandlung). In der Volksmedizin kommt Löwenzahn vorwiegend in Form von Tee (verwendet werden Blatt und Wurzel) und Frischpflanzensaft zur Anwendung. Nieren- und Leberaktivität werden gefördert, Löwenzahn hat einen günstigen Einfluss auf das Bindegewebe und verbessert und stärkt das Allgemeinbefinden. Forschungsergebnisse belegen darüber hinaus, dass Löwenzahn die Disposition zur Neubildung von Gallensteinen verändern kann. Daher leistet  das Kraut einen überaus wichtigen Beitrag bei Frühjars- oder Herbstkuren. Über 4-6 Wochen sollte zweimal täglich eine Tasse Tee oder  1 EL Frischpflanzensaft getrunken werden.  Man vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit, fühlt sich frisch  und lebendig,  ganz einfach löwenstark!!!

Verwendung in der WILDKRÄUTERKÜCHE
Die Blätter als Salatpflanze und Kochgemüse, die Knospen als Kapernersatz, die Blüten als  Sirup oder noch dicker eingekocht zu  Löwenzahn“honig“,  die geröstete Wurzel als Wiesenkaffee.

 

Rezepte mit Löwenzahn



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